Fotoforisten sind einfach fantastisch

17 04 2009

32 Kilo pure LebensfreudeFotoforisten sind die Experten schlechthin. Ich denke, kein Profi kennt sich so gut  mit Fotoequipment aus, wie die Mitglieder von Fotoforen. Sie sind die ersten, die Hotpixel auf dem Vollformatsenosr ausmachen, sie sind die ersten, die Blackdots entdecken, die Banding analysieren, und die jede Firmware hacken. Nach dem Kauf neuer Objektive fluten sie die Testforen mit Flaschen- oder Schraubentests, und nach gemeinschaftlichen Qualitätsanalysen werden ihre Gläser zum Justieren geschickt. Sie kennen zudem alle Vorteile und Nachteile jedes einzelnen Zubehörartikels, besitzen mindestens drei verschiedene Fototaschen und Rucksäcke für ihr über die Jahre seit dem revolutionären Erscheinen der 300D angesammeltes Fotoequipment, das demnächst den Wert eines Kleinwagens überschreiten wird, und sie schleppem zu jedem Usertreffen ihre 32-Kilo-Rucksäcke mit, um sicherzugehen, dass sie für den Fall der Fälle alles dabei haben.

Fall der Fälle? Was könnte das sein? Vielleicht fällt ja mal ein Flugzeug in den Rhein, wie jüngst in den Hudson, und es wäre entsetzlich, dann nur ein Fotohandy dabei zu haben, wie dieser Dilettant in Manhattan mit seinem iPhone. Oder man begegnet in freier Wildbahn einem Star. Oder man macht einfach – wie bei jedem Usertreffen – die üblichen Fotos der Mitstreiter mit den anderen 32-Kilo-Rucksäcken. Und wenn man mal nicht zum Usertreffen geht, kann man ja das vor zwei Jahren erstandene Profi-Makro mal ausprobieren, um die Fotos dann nachher im Forum zu besprechen. Weniger wegen der Gestaltung, sondern mehr wegen der technischen Belange. Ihr wisst schon, Frontfocus, Backfocus und so.

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